Für alles eine bequeme Lösung

Apfelschneider - bequem aber meist aus Plastik

Wir müssen es zugeben, wir sind etwas verwöhnt. Seit Menschengedenken versuchen wir unser Leben zu vereinfachen indem wir für jede anstrengende Sache, jedes Problem eine Lösung finden und bauen. 

Hast du gewusst das der Computer aus einem Akt der Faulheit entstand? Konrad Zuse (1910 -1995) hat in den Dreissigerjahren den ersten Computer erfunden und gebaut, weil ihm die zeitraubenden statischen Berechnungen ein Graus waren. So begann Zuse 1934 seine erste programmgesteuerte Rechenmaschine auf mechanischer Basis zusammenzubasteln. Und ja der Computer ist tatsächlich eine tolle Erfindung welche unser Leben erheblich vereinfacht. So haben viele Erfindungen ihre Berechtigung und doch gibt es da auch Dinge bei denen wir uns echt fragen müssen ob wir das wirklich brauchen. 

Fast jedes Hilfsmittel, welches unser Leben vereinfacht ist aus Plastik oder benötigt Strom. 

Ja ich weiss, die KitchenAid ist der Traum vieler Frauen, die Brotbackmaschine backt für uns das leckere Brot und die Kapsel-Kaffeemaschine macht uns einen leckeren Kaffee mit einem Hauch von Schaum ohne herumliegenden Kaffeesatz. Und die Kapsel, die ist schnell entsorgt. Doch ganz ehrlich, brauchen wir das wirklich? Früher ging es doch auch ohne? Ja ok, früher hatten wir weniger Stress… doch wenn wir ehrlich sind, wir machen uns oft den Stress selber. Vielleicht könnten wir uns wieder mal bewusst Zeit nehmen und „selber“ ein Brot backen, ohne Fertigmischung und ohne Knetmaschine, ganz alleine und von Hand. Und dieses eine Brot, das haben wir dann wirklich selber gemacht.

Andere bequeme Hilfsmittel:

  • Der Apfel- und Bananenschneider, welche beide meist aus Plastik sind.
  • Das Plastikschneidebrett. Man könnte auch ein Holzbrett oder einfach einen Teller benutzen.
  • Die Plastikfolie. Wer die Bienenwachsalternative noch nicht kennt muss das unbedingt nachholen.
  • Auffüllbare Plastiksäckchen für Eiswürfel.
  • Plastikflaschen für unterwegs. Kleine Glasflaschen würden auch gehen und gleichzeitig ein Zeichen setzen.
  • Feuchtes Toilettenpapier. Besser wäre diese Alternative, einen Schaum, der unkompliziert in der Tasche mitkommen kann.
  • Geschältes Gemüse und Obst in Plastik verpackt kaufen.

Die Liste könnte unendlich erweitert werden.

Es ist ok und legitim, wenn wir nicht überall Kompromisse eingehen möchten. Jeder einzelne kleine Schritt trägt zum grossen Ganzen bei, auch wenn wir uns das kaum vorstellen können. Jeder einzelne von uns ist ein Schöpfer und alles was wir tun kann eine Auswirkung auf andere und die Welt haben.

Wird ein Produkt nicht mehr gekauft, wird es auch nicht mehr produziert. Laufen wir mit einer coolen Glasflasche durch die Stadt wird das andere begeistern. Die Stofftasche in der Gemüseabteilung wird andere zum Denken anregen. Und deine Freundin wird dir begeistert zusehen, wie du mit deiner italienischen Bialetti einen echten Espresso ohne Plastik- und Alupartikel zubereitest.  

 

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